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Aktualisiert: 23. Dez 2018

- tagebuch, gespickt mit wissenswertem über wellness, ernährungsumstellung und meditation -

Im kalten, dunklen Dezember ein paar Tage Wärme und Wohlbefinden in der Therme tanken – was könnte schöner sein? Wohl nur, diesen Aufenthalt mit einem kleinen Yoga-Workshop noch aufzuwerten. Genau das hat das Merkur Vorsorge-Programm uns glücklich Versicherten ermöglicht: Im Rahmen von fit4life verbringe ich drei Nächte im wunderbaren Reiter’s Supreme, und anstatt hier meine Gesundenuntersuchung zu absolvieren, entscheide ich mich dafür, stattdessen am von der Merkur angebotenen Yoga-Retreat teilzunehmen.


Weil ich von Natur aus unersättlich bin, buche ich eine Zusatznacht und reise einen Tag vor Programmbeginn an. Die Anreise mit dem Bus ist unkompliziert und stressfrei, beim Aussteigen erwartet mich schon der zuvorkommende Porter des Hotels und kutschiert mich bis an die Rezeption. Obwohl ich schon mittags ankomme, ist mein Zimmer bereits für mich frei – trotzdem genieße ich zunächst entschleunigend meinen Willkommensdrink an der Hotelbar und lasse den Blick über das weitläufige Außenareal des Hotels schweifen. Wie schön, wieder hier zu sein – die Ruhe und Festlichkeit der Atmosphäre hier lasse ich ganz bewusst in meine Seele sickern und heiße mich selbst in meinem kleinen Retreat willkommen. Dann beziehe ich mein Zimmer – wie immer erwartet mich als Stammgast eine gute Flasche Rotwein, die ich weiterschenken werde, und ein saftiger Apfel aus hoteleigenem Anbau, den ich im Bewusstsein der hier allgegenwärtigen Nachhaltigkeit und Bioqualität genieße. Ganz gemütlich richte ich mich ein, packe aus und zieh mich um, dann mache ich mich bereit für den wohltuenden Sprung ins warme Nass.


Mein erster Weg führt mich zum Sole-Sprudel-Becken. Das Reiter’s Supreme bietet uns Gästen Österreichs einziges Thermal-Sole-Becken. Gut für mich, denn ich könnte mich sonst nur schwer entscheiden: zuerst ein stoffwechselanregendes Solebad? Oder doch gleich ins regenerierende Thermalwasser? Hier kann ich beides zugleich genießen :D. Wie so oft, bin ich ganz alleine im Becken – dieses ausgezeichnete Hotel bietet so viel, dass man auch bei voller Auslastung meistens das Gefühl hat, ganz für sich zu sein. Die Blubberbläschen regen sanft meinen Lymphfluß an, während die Sole ihre entspannende und entgiftende Wirkung an mir entfaltet. Zugleich reichert sich mein Gewebe mit den wertvollen thermalen Mineralstoffen aus dem Wasser an. Früher, als ich noch an chronischen arthritischen Gelenkschmerzen litt, war ich immer verblüfft, wie unglaublich schnell meine Beschwerden im warmen Thermalwasser nicht mehr zu spüren waren – heute, wo ich schon beschwerdefrei ins Becken steige, entzückt mich die Gewissheit, dass Säuren und Schlacken erst gar keine Chance bekommen, sich in meinen Geweben einzulagern, da ich mir regelmäßig so viel Gutes und Heilsames gönne. Ich floate im Elixier der Entsäuerung, atme tief die frische, salzdurchtränkte Luft und blinzle vergnügt in den verhangenen Dezemberhimmel. Nach 20 Minuten beende ich diese meine erste Heilanwendung, und klettere direkt ins Süßwasser-Sportbecken hinüber. Die 10° Temperaturunterschied sind belebend und erfrischend, aber davon brauche ich jetzt nicht so viel, und schwimme nur eine kleine Runde, bevor ich mir ein stilles Plätzchen zum Entspannen suche. Ich finde es in der Whisper-Hall neben einem prasselnden Kaminfeuer, mit Panoramablick über die von Schnee angezuckerte Landschaft. So lässt sich’s leben! :D


Eine Weile später fühle ich mich bereit für einen Saunagang. Während der Schweiß in Bächen fließt, mache ich mir bewusst, welch großartige Dienste meine Haut für meinen gesamten Organismus leistet, indem sie Säuren und Toxine direkt zur Ausscheidung bringt. Säuren, die wir über die Haut ausscheiden, müssen im Körper nicht erst mit wertvollen basischen Mineralien neutralisiert werden, und verlassen den Körper, ohne die Ausscheidungsorgane, die Nieren und die Leber, zu belasten. Voraussetzung dafür ist, vor dem Saunieren genug getrunken zu haben, und auch, dass die Haut nicht mit tendenziell saurer Kosmetik versiegelt ist. Konventionelle Hautpflege, die an den angeblichen Säureschutzmantel der Haut angepasst ist, boykottiert die Ausscheidungsfunktion der Haut, in dem sie die Säuren in den Organismus zurück drängt. Für mich kein Problem, da ich mich ohnehin nur mit natürlichen, basischen Produkten pflege. Entsprechend zart und offen ist meine Körperoberfläche, und so fließen die unerwünschten Toxine in Strömen von mir ab. Der anschließende Sprung ins eiskalte Wasser ist der krönende Abschluss eines jeden Saunaganges. Hier gibt es mehr als nur ein Tauchbecken – ein geräumiger Pool lädt zum Schwimmen ein, und das tue ich dann auch, bis ich mich ganz frisch und knackig fühle, prickelnde Gänsehaut am ganzen Körper.


Hier im Wellnessbereich erwartet mich an jeder Ecke ein Korb mit frischem Obst und Nüssen, aber ich verzichte auf weitere Zwischenmahlzeiten und mache mir nur einen guten Tee, den nehm ich mit zu meinem Kaminplätzchen. Ludovico Einaudi im Ohr, die nackten Füße dem Feuer entgegen gestreckt, beobachte ich das Schmelzen und Herabfallen unzähliger kleiner Eiszapfen vor dem Fenster und merke kaum, wie die Zeit verstreicht. Bald ist der Nachmittag vorüber, und ich tausche Bademantel gegen Abendkleid, lasse den Lift Lift sein und nehm die Treppe ins unterste Geschoß, wo mir kulinarische Genüsse auf höchstem Niveau bereitet werden. Urlauben, vor allem in fernen Ländern, ist für mich nicht immer ganz einfach, da ich einen empfindlichen Gaumen, und noch empfindlicheren Magen habe. Auch deshalb komme ich so gerne immer wieder hier her, wo die Mahlzeiten nicht nur lecker, nicht nur hübsch angerichtet sind, sondern auch biologisch, nachhaltig erzeugt, mit größter Rücksicht aus das Wohl der Tiere und der Natur. Karl Reiter, dessen Hotelgast ich hier bin, versteht sich selbst mehr als Landwirt denn als Hotelier, und verköstigt uns mit Produkten aus eigener Erzeugung, die fühlbar hochschwingend sind. Das liebe ich hier, und auch die Tatsache, dass die vielen Essensabfälle, die in jedem Hotel nun mal Tag für Tag anfallen, hier nicht einfach auf dem Müll landen, sondern wiederum den Tieren verfüttert werden. Ein geschlossener Kreislauf, vorbildlich umgesetzte Nachhaltigkeit. In diesem Wissen kann ich mein aufwendig inszeniertes Abendessen richtig genießen.


Es zieht mich abends nicht an die Hotelbar, lieber geh ich früh zu Bett, lasse das Wellness des vergangenen Tages seine Wirkung entfalten und lese noch ein bisschen, bevor ich tief und lange schlafe.

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