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sei nicht sauer!

- den säure-basen-haushalt ganzheitlich optimieren -


Die allermeisten Gewebe, Organe und Flüssigkeiten unseres Körpers weisen ein basisches Milieu auf, und können auch nur in einem solchen einwandfrei funktionieren. Ausnahmen hiervon bilden der Magen, die Scheide und der Dickdarm – alles andere in uns will basisch sein. Diesen Zustand exakt aufrecht zu erhalten hat für den Organismus eine enorm hohe Priorität, weshalb er beim Eintreffen von zu vielen Säuren allerlei Maßnahmen ergreift, um diese schnellstmöglich zu neutralisieren. Diese Maßnahmen sichern zwar das unmittelbare Überleben, machen aber langfristig krank, schlapp und alt.


Prinzipiell sollte das Verhältnis der vorhandenen Basen und Säuren 2:8 betragen, das heißt, unser Körper benötigt immer acht Basen, um zwei Säuren zu neutralisieren. Treffen nun mit der Nahrung mehr Säuren als Basen ein, ist der Organismus gezwungen, sich die fehlenden basischen Stoffe von besonders mineralstoffreichen Geweben auszuborgen, er leiht sie sich dann zum Beispiel von den Knochen, dem Bindegewebe, dem Haarboden und den Blutgefäßwänden. Die auf diese Art neutralisierten Säuren, wir nennen sie Salze oder auch Schlacken, werden dann eben dort wiederum abgelegt – die Folgen dieser Demineralisierung und Verschlackung zeigen sich dann unter anderem in Haarausfall, Cellulite und Arteriosklerose. Ein gewisses Maß an Säuren kann zwar auch ausgeschieden werden, ohne wertvolle basische Mineralstoffe dafür zu verbrauchen - durch bewusstes Atmen über die Lungen, wenn wir genug trinken über die Nieren, grundsätzlich auch über die Haut, und bei Frauen über die Menstruation – aber die Ausscheidungskapazitäten auf diesen Wegen sind begrenzt, und reichen bei einer üblichen modernen Lebensweise nicht aus. Deshalb entwickeln so viele Menschen Rheuma und Gicht, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, Allergien, Probleme mit dem Blutzucker, Cellulite, Übergewicht, Nierensteine,… die Liste ist lang, und aus ganzheitsmedizinischer Sicht gibt es keine chronische Erkrankung, der nicht eine chronische Übersäuerung zugrunde liegt.

Wer sich nun nicht ganz und gar auf eine konsequent basenüberschüssige Ernährung umstellen möchte, kann eine Reihe von Methoden anwenden, um die eigene Säurelast trotzdem nach und nach zu mindern und so langfristig dem Entstehen der sogenannten Zivilisationserkrankungen entgegen zu wirken.


Meine Lieblingsmethode ist das Basenbad. Dafür besorgst Du Dir ein hochwertiges basisches Badesalz – hochwertig bedeutet, dass es nicht nur reines Natron enthält, sondern tatsächlich viele basische Mineralstoffe – und ein schönes Buch oder einen guten Film, um die erforderliche Badezeit auch durchzuhalten. Die Dosierungshinweise auf den Badezusätzen sind oft zu knausrig angegeben, und wie viel Du wirklich brauchst, hängt auch vom Zustand Deines Leitungswassers ab – die genau richtige Dosierung kannst Du mit pH-Messstreifen aus der Apotheke ermitteln, der pH-Wert Deines Badewassers sollte zu Beginn des Bades zwischen 8,5 und 9,0 liegen, die optimale Temperatur beträgt zwischen 35°und 38°Celsius. Natürlich ist ein Vollbad etwas wirkungsvoller als ein Fußbad, aber die Ausscheidungsfähigkeit über die Füße ist enorm, deshalb ist ein Fußbad eigentlich effizienter – Du brauchst weniger Badesalz, kannst während dem Baden auch mal unkompliziert kurz heraussteigen, und erzielst trotzdem eine große Wirkung! Während Du badest, schiebt Dein Körper dankbar Säuren über die Haut ins Badewasser und muss diese nun weder selbst neutralisieren, noch ausscheiden oder gar als Schlacken einlagern, allerdings setzt dieser Prozess, die Osmose, erst nach ca 40 Minuten ein, deshalb solltest Du Dir für Dein Basenbad mindestens 60, besser 90 Minuten Zeit nehmen. Falls Du stark übersäuert bist, wird der pH-Wert Deines Badewassers während der Anwendung absinken, in dem Fall ist es sinnvoll, nach etwa 60 Minuten nochmal ein Löffelchen Badesalz hinzuzufügen. Wenn Du heißes Wasser nachlässt, um nicht abzukühlen, musst Du auch noch etwas Salz dazugeben, damit der Wert wieder passt. Wer es besonders gut machen will, trinkt dazu ein Tässchen basischen Kräutertee – ansonsten tut es auch ein großes Glas klares Wasser. Nach dem Baden lasse das Badewasser am Körper trocknen, oder verzichte wenigstens auf ein Abduschen. Dann geht die Osmose noch eine ganze Weile weiter. Ideal wäre ohnehin, nach dem Bad ein Stündchen zu ruhen. Danach kannst Du duschen und Dich wenn Du willst auch eincremen – aber bitte unbedingt mit basischen Körperpflegeprodukten, und nicht mit solchen, die dem angeblichen „Säureschutzmantel“ der Haut angepasst sind. Zwar stimmt es, dass die Haut der meisten Menschen im sauren pH-Bereich liegt. Aber nicht, um uns zu schützen, sondern in Folge der Säureausscheidung über die Haut. Cremt man sich nun mit ebenfalls leicht saurer Lotion ein, werden die ausgeschiedenen Säuren zurückgedrängt. Basische Körperpflege neutralisiert die Säuren an der Oberfläche und ermöglicht so, dass weitere Säuren nachgeschoben werden können.


Die allereinfachste Methode, um die Säureausscheidung zu unterstützen, ist das bewusste Atmen, oder besser noch: das bewusst verlängerte Ausatmen. Wann immer Du Dir Zeit für ein paar entspannte, tiefe Atemzüge nimmst, hast Du einen kleinen Schritt Richtung Entsäuerung getan. Wer regelmäßig eine Atemmeditation praktiziert, tut einen großen Schritt. Auch beim Yoga, Tai Chi, Qi Gong werden nennenswerte Säuremengen abgeatmet. Darüber hinaus ist Stress prinzipiell ein Säurebildner, jede Entspannung also immer auch eine Entsäuerung. Um dieses Prinzip zu nutzen, musst Du nicht unbedingt Pranayama praktizieren – auch ein gemütlicher Spaziergang durch den Wald tut seine Wirkung. Regelmäßiges Saunieren und Sport fördern ebenfalls das Abatmen von Säuren, außerdem unterstützt das Schwitzen die Entsäuerung über die Haut.


Für die Säuren, die nach dem Baden und dem Atmen noch da sind und neutralisiert werden müssen, braucht unser Körper eine Menge basischer Mineralstoffe. Die können wir einfach essen – reich daran sind fast alle Gemüsesorten, Salate, reife Früchte, Pilze, Sprossen, Gewürze und Kräuter – und wir können sie auch in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu uns nehmen. Bei letzterem ist unbedingt darauf zu achten, ein ganzheitliches Produkt zu wählen, wo die Nährstoffe in ihrem natürlichen Verbund, also weder synthetisch noch isoliert, vorliegen. Für sehr gut geeignet halte ich die Sango-Meereskoralle. Es gibt sie als kostengünstiges Pulver, von dem Du einfach einen Messlöffel voll in einen Liter klares Wasser rührst und dieses über den Tag verteilt trinkst. Dein Körper wird sich dankbar auf diese gut bioverfügbaren Mineralstoffe stürzen und flux die zuvor geplünderten Gewebe damit remineralisieren – es freuen sich Deine Zähne, Dein Bindegewebe, Deine Knochen – und auch der ganze schöne Rest von Dir.


Bei manchen, schon sehr lange sehr stark übersäuerten Menschen ist auch das Innere der Zellen schon so stark übersäuert, dass die Zellen ihre Säurelast nicht mehr abgegeben können, ganz egal, wie viel und wie stark wir den Bereich außerhalb der Zellen entsäuern. Um die intrazelluläre Entsäuerung in Gang zu bringen, kannst Du dir ein Aktiv-Basen-Wasser besorgen und es zu Beginn Deiner Kur ein bis drei Wochen lang einnehmen. Dieses hochbasische Wasser hat die Fähigkeit, bis ins Innere Deiner Zellen vorzudringen und dort vor Ort zu wirken. Ist die ärgste Säurelast im Zellinneren auf diese Art erst mal behoben, reichen die normalen oben beschriebenen Methoden aus – wir entsäuern das Milieu um die Zelle herum, und die Zelle gibt ihre Säuren dort hin ab.


Zu guter Letzt eine kleine, nicht vollständige Liste der wesentlichsten Säurebildner in der üblichen modernen Lebensweise:

Kohlensäurehaltiges Mineralwasser, Softdrinks, schwarzer Tee, Kaffee, Weißmehl- und Getreideprodukte, Zucker, Produkte tierischer Herkunft, Medikamente, aber auch negative Gedanken und Gefühle, Bewegungsmangel, exzessiver Sport, synthetische Körperpflege und Kosmetik, Waschmittel, Umweltgifte, Elektrosmog, jodiertes Kochsalz, industriell stark verarbeitete Nahrungsmittel, Nikotin und Alkohol.


Selbstverständlich stellt das alles nur meine ganz persönliche Meinung dar, und ich könnte mich vollkommen irren - ich könnte aber auch recht haben ;).

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