• Andrea Nowak

räum mal auf!

Aktualisiert: Sept 10

- darmsanierung – für wen, warum, und wie? -


Ein gesunder Verdauungstrakt ist die Basis für Vitalität und Wohlbefinden. Das spricht sich in letzter Zeit immer mehr herum, auch durch so geniale Bücher wie „Darm mit Charme“, das das Thema quasi salonfähig gemacht hat. Und es ist auch eine spannende Angelegenheit! Dem wird jeder zustimmen, der sich einmal vergegenwärtigt hat, welch unfassbare Vielzahl von Lebewesen da in uns wirkt und gedeiht, auf einer Fläche, die etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Ein hübscher kleiner Garten ist das, den wir da beherbergen! Auf einer Fläche von 300 bis 400 Quadratmetern setzen sich unser Darm und die ihn besiedelnde Flora permanent mit all dem auseinander, was wir so in uns hinein schaufeln. Hier wird sortiert und gefiltert, zerlegt und gebaut, verdaut, transportiert und trainiert. Denn die Aufgaben des Darms gehen weit über das bloße Verdauen und Aufnehmen von Nährstoffen hinaus. Hier wohnt und übt das Immunsystem. Hier siedeln Bakterien, die Botenstoffe, Fettsäuren und Vitamine erzeugen und über das Gut oder Schlecht unserer emotionalen Grundstimmung mitentscheiden. Was hier in den Boden sickert, versorgt oder vergiftet uns, schadet oder heilt. Es lohnt sich also auf jeden Fall, dieser faszinierenden Landschaft im eigenen Körper etwas Aufmerksamkeit zu schenken.


Denn diese Landschaft gerät leicht aus dem Gleichgewicht. Schlechte Ernährung, Nahrungsmittelzusätze, Antibiotika und Medikamente, Genussmittel, Schwermetallbelastung, Nährstoffmangel sowie Stress und emotionale Traumata – diese und andere Einflüsse können das Klima hier in Richtung sauer, muffig und träge verschieben. Im veränderten Klima gedeiht nun eine andere Flora, die wiederum saure und muffige Stoffwechselprodukte erzeugt und die protektive Darmflora verdrängt, deren Stoffwechsel für uns lebenswichtige Elemente hervorbringt.


Die Kettenreaktion, die hier ihren Anfang nimmt, kann zu ganz unterschiedlichen Beschwerden führen, die man oft gar nicht mit der Verdauung in Zusammenhang bringen würde. Deshalb unterstützt eine ganzheitliche Darmsanierung die Vermeidung und Heilung so vieler Störungen, allen voran die Autoimmunerkrankungen und Allergien, deren frühe Ursache in einer undichten Darmschleimhaut liegt, gefolgt von unklareren Beschwerdebildern wie chronischer Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Depressionen und schlechter Stresstoleranz, bis hin zu schweren Kalibern wie Diabetes, Arthritis und Krebs. Ein wiederhergestelltes gesundes Darmmilieu reguliert zu hohe Cholesterin- und Blutdruckwerte, regeneriert die Blutgefäße und Organe und unterstützt die Behandlung von Schwermetallbelastung und Pilzinfektionen. Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht lassen sich davon günstig beeinflussen, das Säure-Basen-Gleichgewicht im gesamten Organismus profitiert, und vor allem die Leber, unser wichtigstes Entgiftungsorgan, freut sich enorm, wenn aus dem Darm nach der Sanierung viel weniger Toxine eintreffen. Unverträglichkeiten bessern sich oft nach einer guten Darmkur, ebenso wie unreine, graue oder faltige Haut, Akne und ein erschlaffendes Bindegewebe. Insgesamt geht es uns nach dieser Reinigung schon allein deshalb viel besser, weil lebenswichtige Vitamine und Spurenelemente von einem verschlackten und trägen Darm nur unzureichend aufgenommen werden, ganz egal, wie viel gutes Gemüse oder auch NEM wir zu uns nehmen. Wenn überall Schlacken und Müll herumliegen, kann die gute Nährlösung nicht ungehindert in den Boden unseres inneren Gartens einsickern.


Eine kleine ganzheitliche Kur zur Darmsanierung ist sehr einfach und ohne großen Aufwand durchzuführen, und passt in jedermanns Alltag. Sie besteht im Wesentlichen aus der Einnahme von quellfähigen Saaten wie Flohsamen oder Leinsaat, einer toxin-absorbierenden Mineralerde wie Bentonit oder Zeolith, und einem hochwertigen Probiotikum. Jede dieser drei Komponenten verfügt über eine spezielle Superkraft:


Die Samen quellen im Darm auf und werden zu einem hübschen glitschigen Schwamm, der die Darmzoten mechanisch von Ablagerungen und Schlacken befreit. Sie versorgen außerdem mit wertvollen Inhaltsstoffen, die die Darmschleimhaut regenerieren, dienen den erwünschten Darmbakterien als Nahrung, und können eine gewisse Menge an Säuren und Toxinen binden und zur Ausscheidung bringen. Das Volumen der gequollenen Samen regt die Peristaltik an und trainiert die dafür zuständige Muskulatur.


Die Mineralerde absorbiert zuverlässig eine große Menge an belastenden Stoffen, Bakterien und Gasen und entlastet dadurch nicht nur den Darm und die dort siedelnden erwünschten Bakterien, sondern auch die Leber und eigentlich den ganzen Organismus. Sie hilft außerdem dabei, ein basischeres Milieu zu etablieren, was für die guten Darmbakterien von unschätzbarem Wert ist, und letztlich auch vor Darmkrebs schützt (denn Krebszellen fühlen sich nur im sauren Milieu richtig wohl).


Das Probiotikum schließlich liefert die Einwanderer, die wir uns zur Besiedelung der durch Flohsamen und Bentonit freigewordenen Flächen wünschen, und ist unerlässlich für den langfristigen Erfolg unserer Kur. Denn nur wenn alle vorhandenen Flächen mit guten Bakterien besetzt sind, können die schlechteren nicht Fuß fassen, und das innere Gleichgewicht bleibt langfristig erhalten. Damit die importierten Einwanderer in großer Zahl und Vielfalt dort ankommen können, wo sie hin sollen, solltest Du Dir ein Präparat mit vielen verschiedenen Bakterienstämmen in magensaftresistenten Kapseln aussuchen.


Um die Kur selbst durchzuführen, nimmst Du morgens nüchtern, eine Stunde vor dem Frühstück, ein großes Marmeladeglas mit stillem Wasser (ca 300ml), einem Teelöffel Bentonit (oder Zeolith) und einem Teelöffel Flohsamen (oder Leinsamen). Das Bentonit soll nicht mit Metall in Berührung kommen, nimm also einen Plastik- oder Keramik-Löffel. Alles zusammen schüttelst Du kräftig durch (schütteln funktioniert besser als rühren) und dann trinkst Du es möglichst schnell aus. Warum so schnell? Weil beide Zutaten stark anquellen und der Shake deshalb ziemlich rasch zu einer untrinkbaren Masse wird. Danach trinke gleich noch ein großes Glas Wasser nach. Unmittelbar vor dem Frühstück nimmst Du Deine Probiotika-Kapsel ein. Alles zusammen bildet eine wunderbare Synergie, die diese Kur, obwohl so einfach, doch so effektiv macht.


Schon allein diese eine Maßnahme, 6 bis 16 Wochen lang durchgeführt, hat eine enorme reinigende, wiederherstellende Wirkung auf den ganzen Organismus. Noch stärker ist der Effekt, wenn Du Dich während Deiner Kur basenüberschüssig ernährst (wenn Du also Fleisch und Milchprodukte, raffinierten Zucker und Weißmehl, Alkohol, Softdrinks und Koffein meidest und dafür reichlich Gemüse, Kräuter, Früchte, Nüsse und hochwertige Öle zu Dir nimmst).


Du kannst Deine Kur auch noch weiter intensivieren, indem Du nach einer Woche einen zweiten Shake pro Tag integrierst – zum Beispiel am Nachmittag, mindestens zwei Stunden nach dem Mittagessen und somit auf nüchternen Magen, nach dem gleichen Rezept wie oben beschrieben. Nach Deinem zweiten Shake sollte wiederum mindestens eine Stunde vergehen, bevor Du etwas isst, denn die Mineralerde bindet Magensäure und eventuell auch gute Mineralstoffe aus Deiner Nahrung. Ganz wichtig ist auch zu wissen, dass die meisten Medikamente im Grunde Toxine sind, und als solche ebenfalls durch Heilerden neutralisiert werden. Halte deshalb einen zeitlichen Abstand von mindestens zwei Stunden ein, falls Du Medikamente oder die Anti-Baby-Pille nimmst. Während der ganzen Kur trinke reichlich stilles Wasser und achte auf eine natürliche, ballast- und nährstoffreiche Ernährung. Beides braucht Dein Körper, um gut und stressfrei zu entgiften. Vor allem das Wasser!! Ich weiß nicht, wie die Nierenspezialisten unter Euch darüber denken - für mich persönlich halte ich es so, dass ich es dann richtig mache, wenn mein Urin während einer Entgiftungskur in der zweiten Tageshälfte so gut wie farblos ist.


Auch wenn Du keine offensichtlichen Beschwerden hast, kann eine Darmsanierung Dir gute Dienste erweisen. Sie verjüngt, entgiftet und vitalisiert enorm – Du wirst überrascht sein, wie frisch und energetisch Du Dich danach fühlst, wie Deine Haut erstrahlt und Deine Haare glänzen. Die wertvollsten Vorteile dieser Maßnahme kannst Du aber weder sofort sehen noch spüren, sie finden dort statt, wo Du heute schon den Grundstein für Deine Gesundheit im Alter legst: in der Reinheit und Fließfähigkeit des Blutes, in der Effizienz Deines Zellstoffwechsels, in der Entlastung aller Organe und Gewebe und der Prävention von Autoimmunerkrankungen, Allergien und Krebs. Ich finde, wenigstens einmal im Leben sollten wir diesen in Punkto Fläche und Bedeutung gigantischen Innenbereich gründlich aufräumen – noch besser wäre, einmal jedes Jahr!


Falls Du bereits am ein oder anderen Zipperlein leidest, oder sogar eine chronische Krankheit hast, solltest Du dieser Sache unbedingt eine Chance geben, denn sie setzt, wie jede gute ganzheitliche Maßnahme, an der Basis der Grundregulation an. Dort wirkt sie auf Ungleichgewichte, die die frühe Ursache von später entstehenden echten Schwierigkeiten sind, denn es gibt kaum eine schwere oder chronische Erkrankung, die nicht mit einer gestörten Darmflora, einem säurelastigen Milieu und einer Unterversorgung mit essentiellen Nährstoffen einhergeht. Wenn Du schon Beschwerden hast, ist es besonders wichtig, Deine Kur mit hochwertigen natürlichen Vitaminen und Mineralstoffen zu begleiten. Es dauert bei bereits erkrankten Menschen manchmal etwas länger, bis sie eine echte Wirkung der Maßnahme spüren. In dem Fall beginnst Du am besten mit einer längeren Kur von 16 Wochen, dann machst Du eine zwölfwöchige Pause, in der Du Dich aber weiterhin sehr gut mit Mikronährstoffen versorgst, um dann noch eine zweite lange Kurphase anzuhängen.


Perfekt abgerundet wird das Programm durch Basenbäder (die Anleitung kannst Du in meinem Artikel „sei nicht sauer!“ nachlesen), dem Trinken basischer Kräutertees und einer großzügigen Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, basischen Mineralstoffen (vor allem Magnesium) und stillem, im Idealfall gefilterten Wasser.


Das alles stellt natürlich nur meine persönliche Meinung und Erfahrung dar, und ich könnte mich vollkommen irren – ich könnte aber auch Recht haben. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Ausprobieren und Umsetzen und freue mich über jede Rückmeldung!

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